Donnerstag, 26. April 2018

Er fand sie im Licht / Ulrike Schweikert / Léon & Claire (2)





Verlag: cbt
Seiten: 446
Jahr: 2017
Ausgabe: Hardcover
Preis: 16,99€
Meine Bewertung: 3/5


!!!ACHTUNG!!! Dies ist Band 2 - Spoilergefahr!
Meine Rezension zu Teil 1

Düstere Katakomben, geheimnisvolle Magie und eine große Liebe

Claire glaubt ihre große Liebe Léon, den Jungen aus der dunklen Welt der Katakomben unter Paris, für immer verloren. Da bekommt sie von einer alten Frau einen geheimnisvollen Stein, den nur Léon ihr geschickt haben kann. Claire spürt, dass er lebt – und spürt die magische Verbindung. Doch die Spur des Steins führt ins Leere. Gleichzeitig kreuzt Cato, der unheimliche Onkel ihres Erzfeindes Adrien, immer wieder Claires Weg. Steht er in Verbindung mit den mächtigen Zauberern des Lichts und der Schatten? Und kann Léon sich jemals aus der dunklen Welt befreien? Verzweifelt versuchen Léon und Claire, in der Stadt der Lichter einen Weg zueinander zu finden. Liebe ist Magie, doch ist sie stärker als die Magie des Schattens? (Quelle: Verlag)

Anfang

Bedächtig stieg sie die weiß schimmernde Treppe von der Eingangshalle in die Beletage hinauf. Ihre Finger liebkosten die vergoldeten Verzierungen des Geländers. Oben angekommen durchschritt sie die detailgetreu restaurierten Zimmer des Pariser Palais mit den vielen im Originalzustand erhaltenen Möbeln, die sie fast glauben ließen, dass die Zeit seit hundert Jahren stehen geblieben war.

Meine Meinung

Ich hatte mich so sehr auf den zweiten Teil gefreut! Hat mir beim ersten noch so ein bisschen der letzte Funke oder Kick gefehlt, war ich der festen Überzeugung, dass mir dieser im Abschluss der Dilogie geliefert werden würde. Leider hatte ich mich zu früh gefreut und der zweite Band kam (für mich persönlich) nicht mal an den ersten ran.

Nach Léons Sturz in den Tod, ist für Claire nichts mehr wie es mal war. Sie verkriecht sich, empfindet keine Freude mehr und schleppt sich von einem Tag zum nächsten. Als ihr aber ein Hinweis darauf überbracht wird, dass Léon doch noch leben könnte, ist es viel zu schön um wahr zu sein. Angefacht von ihrer Liebe zu Léon, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Zusammen mit seinen Freunden Jannine und Marcell kommt das Trio hinter den wahren Grund um Léons verschwinden. Schaffen sie es nun endlich den Kampf zwischen Licht und Schatten zu beenden?

Nach dem miesen Cliffhanger am Ende von Band 1 ist eine kleine Welt für mich zusammengebrochen. Mochte ich Léon doch so gerne, wollte ich nicht glauben, dass das wirklich sein Ende sein sollte. Nur weil es einen zweiten Teil gibt, ist ja nicht immer gesagt, dass es auch mit allen Charakteren weitergeht.

Claire hat mir auch hier wieder nicht so sehr zugesagt. Im ersten Teil war sie mir oft zu sehr Gutmensch und in diesem stellenweise zu naiv und auch irgendwie doof. Also nicht doof im Sinne von dumm, sondern im Sinne von komisch und nicht wirklich sympathisch. Sie war mir nicht unsympathisch, aber ihr Tod hätte mich jetzt nicht so sehr gestört wie Léons.

Was mir wirklich gut gefallen hat, war die Aufmerksamkeit, die dem stummen Marcell geschenkt wurde. Er hat von allen Personen die größte Wandlung durchgemacht und ist an der Situation gewachsen. Alle anderen Charaktere sind entweder weiterhin auf ihrem Stand geblieben oder waren so nichtssagend/unwichtig, dass es nicht so ins Gewicht fällt. Außer der gruselige Onkel Cato. Auch über ihn erfährt man eine ganze Menge, was mir gut gefallen hat. Allerdings will ich mich dazu nicht äußern, da das sonst ein zu großer Spoiler wäre.

Die Nacht gehörte jemand anderes. Ihrem schlimmsten Feind. Ihrem stärksten Widersacher. Dem Schatten – einem Teil ihrer selbst, der sich in der nie endenden Finsternis unter Paris verkrochen hatte. (Seite 8)

Wie auch im ersten Teil hat mir der Schreibstil wieder außerordentlich gut gefallen. Auch die Beschreibungen von Paris waren wieder ganz fabelhaft und den ein oder anderen Ort habe ich - genau wie im ersten Band - gegooglet um mir die Szenerie ganz und gar vorstellen zu können.

Leider gibt es in diesem Teil einige Längen, die so nicht hätten sein müssen. Dafür kam das Ende dann aber sehr zackig und etwas zu kurz.
Meiner Meinung nach hätte auch alles etwas gestrafft werden und aus einer Dilogie ein Einzelband gemacht werden können, der dann zwar etwas dicker, aber eventuell mitreißender gewesen wäre.


Fazit

Ich bin mit großen Erwartungen und Hoffnungten an diesen finalen Teil herangegangen - vielleicht lag genau da das Problem. Er konnte mich leider nicht so mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Wie auch beim ersten Teil waren sowohl der Schreibstil, als auch die Beschreibungen wieder hervorragend, doch leider haben sich einige Längen eingeschlichen, die nicht hätten sein müssen. Diese "unnötig" gefüllten Seiten, hätten lieber für das Ende genutzt werden sollen, dass in meinen Augen etwas zu kurz kam.


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