Freitag, 5. Mai 2017

[REZENSION] "Guides - Die erste Stunde" von Robison Wells





Verlag: Harper Collins
Seiten: 269
Jahr: 2017
Ausgabe: Paperback
Preis: 14,00€
Meine Bewertung: 4/5
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Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, das die Welt nach seinem Absturz in Atem hält. Und Alice ist sicher: Niemand außer ihr Vater, der für die NASA arbeitet, hätte seine siebzehnjährige Tochter jetzt auf ein Internat nach Minnesota gebracht - ausgerechnet mitten ins Zentrum der Katastrophe. Hier kommt Alice der Wahrheit hinter den Nachrichten gefährlich nahe. Doch mit der Wahrheit kommt auch die Angst vor den unbekannten Geschöpfen, die das Raumschiff verlassen … (Harper Collins)

Willst du mal was Abgefahrenes hören?


Es ist soweit - Aliens landen auf der Erde!

Allen Zweiflern wurde der Wind aus den Segeln genommen, denn Außerirdische gibt es wirklich. Die Menschen sind nicht die einzige intelligente Spezies im Universum!

Alice Vater arbeitet bei der NASA. Da ist es nur verständlich, dass die beiden ab sofort in der Nähe der Absturzstelle in Minnesota leben werden. Doch das ist nicht nur unwahrscheinlich spannend, sondern kann auch wahnsinnig gefährlich werden!

Wer hat sich nicht schon gefragt, ob es sie wirklich gibt? Aliens. Marsmenschen. Kleine grüne Männchen. Oder aber auch im Stil von "Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe", wer die noch kennt - wobei ich das am wenigsten hoffe ^^ Ich persönlich bin ja sehr empfänglich für Übersinnlichkeiten und es würde mich nicht wundern, wenn tatsächlich irgendwann ein Raumschiff landen würde. Das war auch mit ein Grund, weswegen ich mich für dieses Buch interessiert habe.

Was mir unter anderem extrem gut gefallen hat war, dass es absolut realistisch wirkt. Zu jeder Zeit. Robison Wells lässt sowohl die Charaktere als auch die Handlung an sich sehr modern und in die heutige Zeit passend wirken. Auch wenn es sich um Science-Fiction handelt, ist tatsächlich nur der "Alien-Kram" der, der etwas abweicht. So sitzen die Schüler des Internats, auf das Alice seit dem Absturz geht, in Gruppen im Aufenthaltsraum vor dem Fernseher oder informieren sich im Internet über die Neuigkeiten. Niemand liest in einer Zeitung oder bekommt Hologramme - also weder veraltet noch abgespaced.

A propos Fernseher im Aufenthaltsraum...das waren wirklich unglaublich spannende Stellen! Da sich dem abgestürzten Raumschiff natürlich (fast) niemand nähern darf, ist die Menschheit auf die Berichterstattungen in den Nachrichten angewiesen. Sowohl die Meldungen an sich, als auch die beschriebene Stimmung im Aufenthaltsraum haben mich stellenweise den Atem anhalten lassen. Im Buch und auch bei mir hätte man eine Stecknadel fallen hören können, als die ersten Aliens das Raumschiff verlassen haben. Das ist wirklich ganz großes Kino!

Doch natürlich sind diese Aufenthaltsraum-Fernseh-Stellen nicht die einzigen spannenden Momente in diesem Buch. Fängt es doch erst relativ seicht an (so seicht die Landung eines Raumschiffes von fünf Kilometern Länge und 800 Metern Durchmesser sein kann), steigert sich die Spannung immer mehr und kann eine ganze Weile auch wunderbar gehalten werden, bis sie am Ende schließlich ihren Höhepunkt erreicht. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl mich zu langweilen oder nicht gut unterhalten zu sein.

Auf den Inhalt und die Aliens an sich, möchte ich nun gar nicht weiter eingehen. Bei etwas mehr als 250 Seiten hat man sonst viel zu schnell viel zu viel verraten.
Doch einen Hinweis kann ich euch noch mitgeben: Es ist nicht immer alles das, was es zu sein scheint!

Ein spannendes Buch, das durch packende Situationen und "Was denn? Echt jetzt?"-Wendungen zu überzeugen weiß. Aber auch Emotionen, Vaterliebe und Freundschaft kommen hier nicht zu kurz.
Der sehr flüssige Schreibstil und die Neugier treiben den Leser immer weiter voran, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Allerdings hätte das Ende ein paar Seiten mehr ruhig vertragen können. Das wird mir persönlich dann doch etwas zu rasant abgehandelt, weswegen ich leider einen Stern abziehen muss. Der wunderbaren Geschichte an sich schadet das allerdings nicht.

Eine Leseempfehlung an alle Fans des Genres und solche, die es noch werden wollen!


Ich danke dem Harper Collins Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Kathrin Everdeen   I   Craving Stories

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