Samstag, 4. Februar 2017

[REZENSION] "Wähle und zahle den Preis" von Cynthia Green





Verlag: Selfpublisher
Seiten: 190
Jahr: 2016
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Meine Bewertung: 5/5
Kaufen?: Amazon


Cynthia Green studiert Kunst. Sie ist talentiert und durchsetzungsstark. In ihrer ersten Fotoarbeit stellt sie spannungsgeladen zwei Positionen gegenüber: Intimoperationen und Genitalverstümmelung - einerseits die grenzenlose Sucht nach Schönheit, die keine Tabus kennt, andererseits das grausame Ritual, welches auch heute noch in vielen Ländern an Frauen und Mädchen durchgeführt wird. Es kommt zu einem Skandal und Cynthia Green erscheint von jetzt auf gleich auf dem Radar der internationalen Kunstszene. Noch während diese Ausstellung weltweit gezeigt wird, plant Cynthia bereits ihr zweites Kunstprojekt. Die Zusammenarbeit mit einem Kunstfälscher bringt sie dabei an ihre Grenzen. Und auch ihr Privatleben wird kräftig durcheinander gewirbelt: Zunächst erlebt sie mit dem Musiker Baptiste paradiesische Tage und Nächte, dann verliebt sie sich in Alexander, der um einiges jünger ist als sie… (Amazon)

"Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist anders."

Als die Autorin auf mich zukam und fragte, ob ich vielleicht Interesse an ihrem Buch hätte, war ich etwas skeptisch. Ich bin eher Kunstbanause als Kunstkenner und dachte, dass dieses Buch vermutlich eher nichts für mich sein würde. Doch Cynthia Green sagte mir, dass ich keinerlei Kunstkenntnisse bräuchte - und so war es auch.

Über den Inhalt will ich eigentlich nicht viel sagen, darüber erfährt man im Klappentext genug.
Die Autorin entführt den Leser nicht nur in ihr stellenweise sehr aufregendes Privatleben (sexuelle Affären eingeschlossen - nein, es gibt keine Sexszenen), sondern füttert ihn noch mit Hintergrundinformationen und Anekdoten über Künstler und ihre Werke. Mal sind diese aus der Vergangenheit, mal aus der Gegenwart.

Es ist nicht so, dass ich mich nicht für Kunst interessiere, das tue ich durchaus - ich verstehe sie nur meist nicht    Ich weiß nicht, was ein Künstler mir damit sagen will, erkenne nichts anhand des Pinselstrichs oder der verwendeten Farbe. Die erwähnten Künstler und Werke habe ich gegooglet und stellenweise wirklich Dinge gefunden, die mir unglaublich gut gefallen haben. So zum Beispiel die Bilder von István Sándorfi. Ich hatte vorher noch nie etwas von ihm gehört, aber seine Bilder haben mich stellenweise wirklich berührt und etwas in mir ausgelöst. Für alle, die wissen wollen wovon ich spreche -> *KLICK*

Wer immer schon wissen wollte wie hart Künstler stellenweise arbeiten müssen, obwohl es sich "nur" um Fotos handelt, welche Gefahren und Risikien möglicherweise eingegangen werden müssen, der erfährt es in diesem Buch. Neben Ruhm und Erfolg spielen Origanisation, Überzeugungsarbeit und Mut eine ganz große Rolle. Cynthia Green beherrscht alle diese Dinge und meistert ganz nebenbei auch noch ihr Privatleben.

Neben einem wirklich interessantem Abschnitt eines Lebens, erhält der Leser einen Einblick hinter die Kulissen der Kunst und ihre Erschaffer. 
Eine schöne Geschichte, die einem die Augen für Kunstwerke etwas mehr öffnet - wenn man es denn zulässt.




Ich danke Cynthia Green für dieses Rezensionsexemplar!

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