Dienstag, 8. März 2016

[ABGEBROCHEN] "Flucht aus Babylon" von Stefan Kämpfen





Reihe: ?
Band: 1 von ?
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 319
Jahr: 2015
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 15,90€
Meine Bewertung: -
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Die irrwitzige Odyssee eines Antihelden auf der Suche nach sich selbst!

Der dreißigjährige Eddie Springer hat in seinem Leben noch nichts erreicht, außer in möglichst viele Fettnäpfchen zu treten. Die einzige Konstante in seinem Leben ist sein Arbeitgeber, der ihm seit der Lehrzeit in regelmäßigen Abständen kräftig in den Hintern tritt. Eines Morgens hat Eddie die glorreiche Idee, mit einem Weltrekord im Dauerfernsehen endlich durchzustarten. Aber statt Berühmtheit zu erlangen, wird er von seinem Chef auf die Straße gesetzt. Zusammen mit "Puppe", seiner besseren Hälfte, entschließt Eddie sich daraufhin zu einer Weltreise, auf der er Kraft für ein neues, besseres Leben schöpfen will. Sie starten in Mexiko und finden sich in einer surrealen Welt wieder, die mit verqueren Desperados, korrupten Gesetzeshütern und gruseligen Hotels nur so gespickt ist. Das alles wäre ja noch recht amüsant, doch dann wird Eddie plötzlich ernsthaft krank...


Den einzig klaren Gedanken, den ich noch fassen kann, während mich mehrere kräftige Hände in ein wartendes Taxi bugsieren, gilt der Hoffnung, nicht in dieser scheußlichen Kloakenstadt zu sterben.


Eines Tages entdeckte ich eine Email vom Autor in meinem Postfach. Darin fragte er mich, ob ich nicht seinen Roman lesen und rezensieren wollen würde. Ich las die Leseprobe - die sich nicht schlecht las - bejahte und erhielt einige Zeit später mein Rezensionsexemplar.
Aus irgendeinem Grund dauerte es ewig, bis ich dieses Buch endlich zur Hand nahm und las. Genauso schnell wie ich es zur Hand nahm, so schnell legte ich es auch wieder weg.
Immer wieder las ich ein paar Seiten und legte es wieder weg. Das ging bis Seite 206 und dann entschied ich mich endgültig es abzubrechen.

Es ist leider überhaupt kein Buch für mich. Weder der Schreibstil noch die Wortwahl sind mein Fall.
Mein Humor kommt nicht aus dm Schrank, wenn zeilenweise über die Auscheidungen eines Kleinkindes schwadroniert wird oder Gäste eines Public Viewing Events beschrieben werden.

Es weht mir ein unfassbar ätzender, beißender Geruch um die Nasenflügel, der so penetrant stinkt wie die ausgeweideten Überreste eines seit Wochen dahinsiechenden Kadavers. Der leere Schluckreflex geht in ein Würgen über. Nach einer Weile haben sich meine Geruchssensoren eingestellt und die Geschmacksknospen melden ein eindeutiges Resultat: menschliche Ausscheidungen. Es riecht jedoch nicht etwa nach diesen langen, dicken Würsten, die sich tagsüber langsam im Darm entwickeln und sich dann zu erstaunlicher Größe hochgären. Nein! Es riecht nach fiesem, feuchtem, hochprozentigem Stuhl, der unter Hochdruck in mehreren heftigen Stößen abgefeuert wurde: die berüchtigte Sprinklerfontäne!
(Seite 21)

Und damit ist noch nicht Schluss. Das arme Kind wird noch in acht weiteren Zeilen verteufelt.

Es war einfach überhaupt nicht mein Fall. Es packte mich nicht - weder Inhalt noch Sprache - und holte mich nicht ab, sondern ließ mich im Regen stehen. Wie ein Grundschulkind, das nach dem Ballettunterricht auf seine Eltern wartet, die es vergessen haben.

Aus diesem Grund gibt es von mir keine "richtige" Rezension. Ich werde keine Punkte vergeben und auch kein Fazit verfassen.

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