Sonntag, 31. Januar 2016

[REZENSION] "Die Wahrheit und andere Lügen" von Sascha Arango





Verlag: btb I Leseprobe
Seiten: 299
Jahr 2015
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 9,99€
Meine Bewertung: 2/5
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Henry ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Er ist elegant, großzügig und sehr gefährlich. Denn Henry ist ein skrupelloser Hochstapler, der sich ein überaus angenehmes Leben geschaffen hat. Fatalerweise wird seine Geliebte von ihm schwanger. Nun müsste er seiner Frau alles erzählen. Aber muss er ihr wirklich alles sagen? Das würde seine Existenz vernichten. Einfacher wäre es, die Geliebte aus dem Weg zu räumen. Doch dabei passiert Henry ein nicht wieder gutzumachender Fehler.
Sascha Arango fragt, wo die Wahrheit endet und wo die Grauzone der Lügen beginnt. Dabei erzählt er die überaus spannende Geschichte von Henry, der schwindelfrei am Abgrund steht. Er zeigt uns einen Mann, der sich den Konsequenzen seines Tuns immer entziehen konnte - bis er einen Schritt zu weit geht.
Fatal. Ein kurzer Blick auf das Bild genügte, um der dunklen Ahnung der vergangenen Monate Gestalt zu geben.



Henrys Leben ist auf Lügen aufgebaut. Egal in welcher Situation, Henry lügt eigentlich ständig. Und immer wenn man denkt "Und jetzt bist du am Arsch mein Freund", kommt er doch wieder durch. Er schafft es jeden Menschen um sich herum zu manipulieren und zu täuschen.

Ich persönlich bin einfach nicht warm geworden. Weder mit Henry, noch mit der Geschichte. Es war mir total egal wie es mit Henry und den Nebencharakteren weitergeht, ob er auffliegt oder weiter damit durchkommt.

Ich mochte seine Geliebte Betty nicht, ich mochte seine langweilige Martha nicht, die sich für nichts wirklich begeistern konnte und an nichts im Leben etwas Freude zu haben schien und ich mochte den Lügenbaron Henry nicht. In vielen Rezensionen habe ich gelesen, dass die Leser unglaublich viel Sympathie für Henry empfunden haben...für mich persönlich leider absolut unverständlich. Henry ist die Personifizierung des Egoismus und geht, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen.

Der Schreibstil war wirklich gut, aber die Geschichte an sich hat mich total gelangweilt und konnte mich zu keiner Zeit fesseln - schade!


Im folgenden Frühjahr tötete Henry seinen Schwiegervater. Er schenkte ihm einen historischen Helm der Wiener Feuerwehr, nebenbei bemerkt der ältesten Berufsfeuerwehr der Welt. Freude und Überraschung des alten Sammlers waren derart groß, dass sein Aneurysma platzte und er tot umfiel.
(Seite 24)

Ein Buch, das mich nicht begeistern und fesseln konnte, aber viele Anhänger gefunden hat.
Also macht euch selbst ein Bild - wenn ihr wollt


Ich danke dem btb Verlag für das Rezensionsexemplar!

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