Samstag, 12. Dezember 2015

[REZENSION] "Märchenblut" von Nadja Roth

Fakten 


Titel: Märchenblut II Autor: Nadja Roth II Verlag: Books on Demand II Jahr: 2015 II Seiten: 530 II Preis: 13,99 € II Mehr Infos  
 
Ich danke Nadja Roth für dieses Rezensionsexemplar
!


Klappentext


"Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum? Ich meinte, es wären sechs Geißlein, so sind's lauter Wackerstein..."

Als die erste verstümmelte Frauenleiche im Schifferstädter Wald entdeckt wird, ahnen Hauptkommissarion Elli Werner und ihr Chef Thomas Brunner nicht, welches Grauen sie erwartet. Ein psychiopathischer Serienmörder hat begonnen, Frauen auf bestialische Weise zu Tode zu quälen. Der Killer hinterlässt bei jedem Opfer ein Zitat aus den Märchen der Gebrüder Grimm. Noch während sie versuchen, ihn zu fassen, gerät auch Elli ins Fadenkreuz des Psychopathen. 
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Er ist das Böse.
Er ist der Rächer.
Er ist voller Hass.
Er kennt kein Erbarmen.

Und er ist Elli näher, als sie es sich in ihren schlimmsten Fantasien ausmalen kann...

Erster Satz

 
Er wartete. Er war ein geduldiger Mann.

Meinung


Ich muss leider direkt zu Beginn sagen, das ich etwas enttäuscht bin. Von der Grundidee war ich so begeistert - ein Mörder, der seine Taten an die Märchen der Gebrüder Grimm anpasst - wie krank!
Märchen sind unglaublich brutal, machen wir uns nichts vor, aber das dann angewendet auf die Realität erschien mir so krank und böse, dass mich dieses Buch anlockte wie Motten ins Licht fliegen. Doch nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und so verflog auch meine anfängliche Euphorie recht schnell. Dieses Buch ist so gar nicht das, was ich mir darunter vorgestellt habe. 

Die Protagonistin Elli ist mir absolut sympathisch. Etwas aus dem Leim gegangen, Fressattacken, vom Freund betrogen...eine ganz normale Frau eben!
Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren diese ewigen Wiederholungen und das andauernde Gejammer. Erst wegen des Exfreundes, dann ein andauerndes Hin und Her wegen des Essens und dann auch noch ihr Chef mittendrin. Diese drei Punkte haben sich eigentlich kontinuierlich abgewechselt und sind andauernd vorgekommen. Mir persönlich zu viel des Guten und meiner Ansicht nach auch vollkommen überflüssig in dieser Menge. Ich weiß nicht, ob Seiten gefüllt werden wollten, aber da hätte einiges gestrichen werden können.

Die Szenen, in denen der Mörder sein Unwesen treibt, sind ok, aber nicht herausragend fürchterlich. Da habe ich schon deutlich Schlimmeres gelesen. Und ich glaube, dass genau da mein "Problem" liegt. Ich lese unglaublich gerne so richtig kranke Psychothriller, in denen es auch mal blutig werden draf. Daher bin ich vermutlich etwas geprägt und nicht wirklich fähig "normale" Thriller noch abartig zu finden ;-)

Ich weiß, dass viele Leser erschüttert und baff waren, wie der Täter vorgegangen ist - ich war es leider nicht. 

Insgesamt hätte ich mir mehr Leichen, mehr Grimms Märchen, weniger Wiederholungen und weniger Rechtschreibfehler gewünscht. Außerdem war einiges wirklich sehr vorhersehbar und (für mich persönlich) zu wenig verschachtelt und um die Ecke gedacht.
 
Es ist absolut kein schlechtes Buch und viele Leser sind wirklich begeistert davon - also gebt Nadja Roth und ihrem "Märchenblut" eine Chance ;-) 

Zitate / Textstellen


Sie hatte gelächelt. Aber ihr Blick hatte nicht ihm gegolten. Sie hatte gelächelt, weil sie es geschafft hatte.
(Seite 281) 

Fazit


Dieses Buch war leider nicht mein Fall - da ich etwas "schlimmeres" brauche, wenn ich einen Thriller lese ;-)

Viele Leser sind allerdings wirklich sehr begeistert von dem Buch, also gebt ihm eine Chance, wenn euch die Geschichte interessiert :-)  
 

Bewertung


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