Dienstag, 2. Juni 2015

[REZENSION] "Um die Ecke geküsst" von Meg Cabot

Fakten


Titel: Um die Ecke geküsst II Reihe: New York Journal II Band: 1 II Autor: Meg Cabot II Verlag: Blanvalet II Jahr: 2010 II Seiten: 475 II Preis: 8,95 € II Mehr Infos

Info: Ich habe die Reihe nach diesem Band abgebrochen.

Klappentext


Melissa Fuller ist Single, lebenslustig, hilfsbereit. Und so urplötzlich auf Paco, den Hund ihrer alten Nachbarin, gekommen, die überfallen wurde und im Krankenhaus liegt. Job und Hund? In New York? Mel braucht dringend Hilfe. Also kontaktiert sie Max, den einzigen Verwandten ihrer vermögenden Nachbarin. Doch dieser möchte lieber seinen Urlaub mit einem Supermodel genießen, ohne seine Erbe zu riskieren. Gut, dass sein Kumpel John ihm noch einen Gefallen schuldig ist. Also gibt sich John als Max aus und versorgt den Hund. Theoretisch sind alle Probleme jetzt gelöst. Doch John verliebt sich in Mel, und Mel legt sehr viel Wert auf Ehrlichkeit - das Einzige, was John ihr nicht bieten kann …

Erster Satz


Sehr geehrte Melissa Fuller,
dies ist eine automatisch erstellte Nachricht der Personalabteilung des New York Journal, der führenden New Yorker illustrierten Zeitung.

Cover

 
Das Cover spricht die Art Menschen an, für die es geschrieben wurde - FRAUEN.

Eine rothaarige, junge Frau liegt vor einer pinken Wand und hält einem Hundewelpen einen Telefonhörer ans Ohr.
Die Farben sind alle sehr kräftig und stechen definitiv ins Auge.

Das Cover und auch der Buchtitel könnten nicht schlechter ausgewählt sein. Wer auch immer sich das überlegt hat, hat dieses Buch nicht gelesen.

Die roten Haare der jungen Frau passen sehr gut, da auch Melissa rotes Haar hat. 
Auch im Buch kommt ein Hund vor - allerdings kein süßer kleiner Welpe, sondern eine 60 kg schwere Deutsche Dogge.
Telefonate werden nicht geführt, sondern lediglich erwähnt.

Auch den Buchtitel "Um die Ecke geküsst" finde ich unpassend. Im Original heißt das Buch "The boy next door" - DAS ist ein passender Titel für die Geschichte. Auch sind die englischen/amerikanischen Buchcover bei weitem passender.

Meinung


Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren auf einem Wühltisch entdeckt und mitgenommen. Gelesen hatte ich es ungefähr zur Hälfte und dann erlag ich einer Leseflaute die ein paar Jahre anhielt.
Also dachte ich mir, dass ich diese SuB-Leiche nun doch nochmal angehen werde und las es von vorn. Gebraucht habe ich zwei Tage.

Dieses Buch könnte auch ein leicht kitschiger Liebesfilm aus Hollywood sein.

John Trend (a.k.a. der falsche Max Friedlander) ist ein Millionenschwerer Erbe und unglaublich angetan von Mel, die sich für ihn interessiert, statt für seine Millionen - immerhin weiß sie gar nicht wer er eigentlich ist. Noch dazu hat sie rotes Haar, was ihr direkt mehr als einen Pluspunkt einbringt.

Melissa Fuller ist eine junge Frau in ihren besten Jahren (sie geht stark auf die 30 zu), die mehr will als nur Klatsch über Promis zu schreiben und mit Männern bisher einfach kein Glück hatte - bis John um die Ecke kommt. 

Zwischen der Liebesgeschichte gibt es noch einen kleinen Krimi-Aspekt, da auch ein Mörder sein Unwesen in New York treibt.
Neue Informationen diesbezüglich erhält man von einem Polizisten, mit dem John befreundet ist. Denn wie es der Zufall will ist John ebenfalls bei einer Zeitung beschäftigt (Polizeireporter) - NATÜRLICH ausgerechnet bei der so stark verhassten Konkurrenz von Mel.

Kurz bevor John den ganzen Schwindel um seine Person endlich aufklären will, kommt die Wahrheit ans Licht und Melissa reagiert wie sicher (fast) alle Frauen reagieren würden.
Sie bricht den Kontakt zu ihm ab und will nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Allerdings wäre Hollywood nicht Hollywood, wenn es nicht doch zu einem Hapy End käme ;-)

Geschrieben ist dieses Buch in einem sehr erfrischenden Austausch von Emails. Dadurch liest es sich auch unglaublich schnell und unkompliziert.
Gespräche am Wasserspender, auf der Damentoilette des New York Journal und Telefonate werden in den Emails angesprochen und erklärt - mir fehlte also nichts.

Es handelt sich hierbei um einen typischen Frauen-Liebesroman und es war für mich am Anfang bereits klar, wie es enden würde.
Lediglich der kleine Krimi-Aspekt und die Aufklärung um den Angriff auf Mels Nachbarin hat mich dann doch etwas überrascht.

Alles in allem ein nettes, kurzweiliges Buch für zwischendurch, zum Beispiel für eine längere Bahnfahrt oder den Urlaub. 

Zitate / Textstellen


Sagen wir doch einfach, wie es ist: Wir sind zu verschieden. Du stehst auf Stephen Hawking und ich auf Steven King.
(Seite 25)

Ich habe nur wegen seines Spitzarts nicht mit ihm geschlafen. Ich kann doch unmöglich mit jemandem Sex haben, der wie Robin Hood aussieht, oder?
(Seite 28)

Und soll ich dir verraten, was er mir verschrieben hat? Bettruhe und viel Flüssigkeit. Bettruhe und viel Flüssigkeit, George! Das werde ich in den Hamptons nicht kriegen. Ich meine, Dolly würde das natürlich schaffen, aber ich nicht.
Außerdem hat der Arzt garantiert nicht diese Art von Flüssigkeit gemeint.
(Seite 214)

Fazit


Meg Cabot hat ein nettes, kurzweiliges, schnell zu lesendes Buch geschrieben, dass nicht viel Spannung in sich trägt. Gut platzierte Sprüche bringen die Mundwinkel allerdings das ein oder andere Mal nach oben.

Bewertung





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