Samstag, 27. Juni 2015

[REZENSION] "Drei Bisse frei" von Chloe Neill

Fakten


Titel: Drei Bisse frei II Reihe: Chicagoland Vampires II Band: 4 II Autor: Chloe Neill II Verlag: LYX-Egmont II Jahr: 2012 II Seiten: 428 II Preis: 9,99 € II Mehr Infos

Band 1: Frisch gebissen
Band 2: Verbotene Bisse
Band 3: Mitternachtsbisse
 

Klappentext


Für Vampire sind harte Zeiten angebrochen. Sie stoßen unter den Menschen auf immer mehr Ablehnung. Demonstrationen, Anfeindungen und kaum verhohlene Gewalt sind an der Tagesordnung. Doch es kommt noch schlimmer: Einige Vampire verlieren die Kontrolle und töten Menschen! Merit und ihr Schöpfer Ethan sollen dem Treiben Einhalt gebieten - andernfalls drohen ernste Konsequenzen. Als Merit jedoch mit ihren Nachforschungen beginnt, bringt sie etwas Furchtbares ins Rollen...

Erster Satz


Gleißendes Flutlicht durchbohrte die nächtliche Finsternis des Stadtteils Hyde Park.

Cover


Auch bei Band 4 ist das Cover wieder gestaltet wie bei den Vorgängern.
Eine junge (blonde?) Frau steht vor einem Fenster und betrachtet sich die Aussicht auf die Stadt, die sie von ihrem Platz aus hat.
Also wie alle anderen Cover fügt sich auch dieses perfekt in die Reihe ein.

Meinung


Band 4 knüpft nahtlos an Band 3 an und man befindet sich in den Aufräumarbeiten (wir erinnern uns an den Anschlag auf Haus Cadogan in Band 3) der Vampire. 
Da der Bürgermeister den Menschen den Zugang zu den Vampirhäusern verboten hat, müssen die Vampire alles in Eigenregie reparieren und wieder aufbauen.

Mein Handy vibrierte. Ich ließ es aufklappen und sagte: "Cadogan Baumarkt, Abteilung Holz und Bauhölzer. Mein Name ist Merit, wie kann ich Ihnen behilflich sein?"
(Seite 10)

Auch in diesem Band sparte Chloe Neill wieder nicht mit gut gesetzten Sprüchen ;-)
Im letzten Band litt ich doch sehr mit Merit und Mallory, die sich zerstritten aber Gott sei Dank (oder eben Vampiren und Hexen sei Dank ^^) die Kurve wieder bekommen hatten. In diesem Band stehen sie sich wieder so nah wie am Anfang der Reihe.

Das ließ sie weitere Tränen vergießen. Es tat mir im Herzen weh, dass sie offensichtlich in den letzten Wochen Dinge getan oder gesehen hatte, die sie bittere Tränen weinen ließen - und dass ich vermutlich ohnehin nichts daran ändern konnte.
Ich stand auf und ging auf ihre Seite. Ich wartete, bis sie durchrutschte, und setzte mich dann neben sie.
"Erzähl", sagte ich.
"Ich weiß nicht mehr, wer ich bin."
[...]
"Ich war mal dieses Mädchen, weißt du noch? Ich hab mein Ding durchgezogen. Hab mir die Haare blau gefärbt und als Werbegöttin die Kunden beglückt. Und auf einmal bist du ein Vampir, und Ethan Sullivan packt mir ans Haar und sagt, ich verfüge über Magie. [...]"
(Seite 96, f.)

"Das sind dieselben vier Unterteilungen, aber allesamt schwarze Magie."
Diesmal redete ich leiser: "Gib mir mal einen Anhaltspunkt. Um was für eine Art schwarze Magie handelt es sich denn? Reden wir von der bösen Hexe des Westens, oder geht es mehr in Richtung Slytherin?"
(Seite 98)

"[...] Ich hätte die Vampire und die Zauberei und Ethan, der mir am Haar rumfummelt, einfach vergessen können. Mal ehrlich, wer macht so'n Scheiß? Einer Frau ans Haar packen und sie dann als >magisch< zu erklären?"
"Darth Sullivan."
"Der gottverdammte Darth Sullivan."
(Seite 101)

Doch auch in diesem Band reichen die eigentlichen Irrungen und Wirrungen für Merit mit sich selbst, Mallory und Ethan nicht aus und natürlich hat sie noch eine weitere Schlacht zu schlagen.
All die Dinge aus den vorherigen drei Bänden riefen das Greenwich Präsidium auf den Plan und so kommt es, dass Darius West, Vorsitzender des GP, sich zu einem Besuch ankündigt und damit droht, einen Sachverwalter für das Haus Cadogan zu beauftragen. Somit würde Ethan die Befehlsgewalt über das Haus genommen werden und unter ständiger Beobachtung stehen.
Endlich nimmt auch Morgan (♥) wieder einen Platz auf den Seiten ein und Merit gesteht sich selbst, warum das mit ihm und ihr niemals hätte klappen können.

Gott wusste, dass ich mich körperlich zu ihm hingezogen fühlte. Morgan war nicht das Problem. Ich war das Problem. Ethan war das Problem.
(Seite 300) 

Wie immer kämpfen auch wieder Ethan und Merit umeinander und kommen doch auf keinen grünen Zweig.
Würde es sich nicht um Ethan und Merit handeln, würde ich dieses ewige hin und her sicher nicht ertragen ;-)

"Merit, ich li-"
"Lass es!" Ich wusste, ich hatte ihn dazu angestachelt, aber das hieß noch lange nicht, dass ich für die drei Worte bereit war. [...]
"Sag es nicht! Wenn du es aussprichst, wird es uns nur das Leben schwer machen, und wir werden noch mehr Mühe damit haben, unsere Pflicht zu tun."
(Seite 182)

"Du wirst mein Bett mit mir teilen, Hüterin, das verspreche ich. Und ich werde mein Leben mit dir teilen."
(Seite 184)

"Ich habe Angst", gestand ich ihm schließlich.
"Ich weiß." Er sprach sehr leise. "Ich weiß, und ich bedaure es von ganzem Herzen, dass ich dafür verantwortlich bin."
(Seite 186)

"Ich habe dir gesagt, dass du meine Schwachstelle bist" sagte er. "Aber auch meine starke Seite. Ich sprach diese Worte aus und habe dann dein Vertrauen enttäuscht. Das ist mir jetzt klar geworden, und ich möchte dich in aller Form um Entschuldigung bitten."
(Seite 349)

Ethan macht eigentlich fast die größte Entwicklung durch bisher.
War er vorher dieser kleine, miese Sack, entwickelt er sich jetzt immer mehr zu einem "Aaaaw mein Gott ist der süß!"-Typen ;-) 

Unsere liebe Merit hat es schon nicht leicht.
So erfährt sie zwischenzeitlich von einer...na Lüge kann man nicht sagen...eher von einer vorenthaltenen Wahrheit von Ethan und am Ende kommt es nochmal ganz, ganz dick!
Das Ende war sowieso vollkommen atemberaubend (im negativen Sinne) und hat mich sprachlos mit Tränen auf den Wangen zurückgelassen.

Ja, ich habe geweint ;-)

Zitate / Textstellen


"[...] Helen lässt ein Abendessen vorbereiten. Es gibt...Traditionen, die befolgt werden müssen."
"Jungfrauenopfer?"
(Seite 108)

"Du kannst vor mir weglaufen. Du kannst bis ans Ende der Welt laufen, aber ich werde immer in deiner Nähe sein."
"Ethan-"
"Nein. Ich werde immer in deiner Nähe sein." 
(Seite 115)

"Wir haben miteinander geschlafen", sagte sie hölzern.
Ich wischte die Klinge mit einem Blatt Reispapier sauber. "Ich kann mich nicht erinnern, mit dir geschlafen zu haben."
"Ich habe mit Connor geschlafen." 
(Seite 360, ff.) 

Fazit


Ein unfassbar guter Teil, in dem Merit und Ethan sich noch ein Stück näher kommen, ohne es endlich geschafft zu haben.
Das Ende haut einen absolut um und lässt den Leser sprachlos zurück. Hatte Chloe Neill schon den ein oder anderen Cliffhanger, ist ihr mit diesem ein absolutes Meisterwerk der Cliffhänger geglückt! Wer da nicht weiterlesen will ist selber schuld ;-)


Bewertung


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