Samstag, 21. März 2015

[REZENSION] "Weiblich, ledig, untot" von Mary Jane Davidson


Fakten


Titel: Weiblich, ledig, untot II Reihe: Betsy Taylor II Band: 1 II Autor: Mary Janice Davidson II Verlag: LYX Egmond II Jahr: 2007 II Seiten: 315 II Preis: 8,95 € II Mehr Infos

Klappentext

 
Erst verliert Betsy Taylor ihren Job, dann kommt sie bei einem Autounfall ums Leben - und stellt schließlich fest, dass sie gar nicht wirklich tot ist! Zudem wird sie neuerdings von einem Heißhunger auf Blut geplagt. Ihre neuen Freunde halten sie für die lang prophezeite Königin der Vampire. Betsy ist da zwar anderer Meinung, doch den verlockenden Argumenten des Vampirs Sinclair kann sie kaum widerstehen...

Erster Satz

 
Mein Todestag begann schon schlecht.

Cover

 

Schon anhand des Covers lässt sich erkennen wen dieses Buch ansprechen soll - Frauen!

Zu sehen ist eine schlanke, langhaarige Blondine, die einen Koffer hinter sich herzieht und eine Tasche am Arm trägt.
Auf dieser Tasche befindet sich eine Fledermaus (soll wohl der erste Witz in Anspielung auf das zukünftige Vampir-Leben sein).
Allein schon die Art wie sie die Tasche in ihrer Armbeuge trägt, bringt mich fast zur Weißglut. Das allerdings liegt an mir :-D Ich hasse es einfach, wenn Frauen die Taschen so tragen (am Besten dann die Handfläche noch nach oben gerichtet...wenn ich durch die Stadt gehe bin ich jedes Mal kurz davor Geld hinein zu legen...aber lassen wir das, ich schweife ab ^^)
Die junge Dame trägt außerdem einen (Seiden-)Schal, der im Wind weht. Ihr hochgebundener Zopf muss wohl mit einer Tonne Haarspray festbetoniert worden sein, denn er liegt fest auf ihrer Schulter, während der Schal ja wie gesagt im Wind weht.
Was das Ding mit dem Koffer soll erschließt sich mir nicht so ganz - aber man muss ja nicht immer alles verstehen ;-)
Die junge Dame (die wohl Betsy Taylor darstellen soll) ist gezeichnet und keine Abbildung von einem echten Menschen.

Im Hintergrund befindet sich eine Art Tribal (ich weiß einfach nicht wie ich es besser beschreiben sollte) und insgesamt ist alles (auch das Kleid, Koffer, Tasche und Schal) in sehr schönen Bordeaux-Tönen gehalten.
Der Name der Autorin hebt sich in weiß sehr von alledem ab und der Titel in glänzendem Gold ist nur richtig zu lesen, wenn das Licht im richtigen Winkel einfällt.

Prinzipiell würde mir dieses Cover ziemlich gut gefallen - wenn die Sache mit der Tasche am Arm nicht wäre ;-) Denn sonst ist es in sich recht stimmig und gut anzusehen.


Meinung

Ich habe das Buch schon vor einigen Tagen beendet...doch irgendwie konnte ich mich vorher nicht zu einer Rezension aufraffen.

Kurz gesagt: Es ist einfach kein Buch für mich!

Ich habe mir vor einer Weile bei Rebuy einige erste Teile von Reihen bestellt um mal hinein zu lesen und zu sehen ob mich das ein oder andere vielleicht zum Weiterlesen begeistern könnte...die Reihe um Betsy Taylor hat es leider nicht geschafft.

Ich bin nur froh, dass ich statt der eigentlich 8,95 € nur 1,09 € bezahlt habe. Nachdem ich einige Rezensionen gelesen hatte, habe ich mich für das Buch entschieden, da es scheinbar wirklich witzig sein sollte - mit Humor ist das ja wie mit Geschmack...ist eben Ansichtssache.

Mir ist das alles viel zu viel...Zu viel Drama um Schuhe, zu viel "Jetzt sind wir zwanghaft witzig", zu viel "Ich bin voll emanzipiert und frech, lass mir nichts von dir sagen" - was in meinen Augen oft einfach nur als viel zu respektlos vorkommt.

Allein schon die Tatsache, dass die Protagonistin Elizabeth Taylor heißt (vielleicht sagt das manchen [besonders den Jüngeren unter euch] nicht viel, aber Elizabeth Taylor war eine Schauspielerin, die noch zu den ganz großen Diven im Showbiz gezählt hat) hat mich nicht ins Kichern versetzt, sondern lediglich dafür gesorgt, dass ich müde eine Augenbraue angehoben habe.
Sollte sicher witzig sein, ich fand es doof.

Ständig geht es um Designer-Schuhe und Markenfummel - das ist auch so gar nicht mein Ding. Vielleicht bin ich da auch einfach zu wenig Mädchen um es toll zu finden ;-)
Bei Carrie von Sex and the City mag ich dieses Schuh-Ding. Es gehört einfach zu ihr, es ist süß und liebenswert - bei Betsy Taylor finde ich es affig.
Auch hier sollte wohl wieder eine witzige Brücke geschlagen werden und die Frauen ansprechen.

Hätte ich noch ein einziges Mal das Wort "Stiefmonster" lesen müssen, hätte ich einen Tobsuchtsanfall bekommen. Dass es benutzt wird um auszudrücken, dass sie ihre Stiefmutter nicht mag, ist ok...aber es kam partiell so oft, dass ich immer ein Knurren in der Kehle hatte wenn es wieder aufgetaucht ist.

Ihr Verhalten gegenüber dem Vampir Sinclair hat mich stellenweise auch wirklich wütend gemacht.
Dass man mal den ein oder anderen flotten Spruch bringt und sich selbstbewusst zeigt, ist absolut in Ordnung (ich bin definitiv gegen diese kleinen dümmlichen Klischee-Blondinen die bei allem Hilfe brauchen und ständig "gerettet" werden wollen um Eindruck auf Männer zu machen), aber diese erzwungene Emanzipation empfand ich oftmals als äußerst respektlos.

Betsy Taylor vermittelt in diesem Buch, dass Frauen eine (zu) große Klappe haben wenn es völlig unangebracht ist und naiv und dümmlich wirken, wenn es wirklich drauf ankommt selbstbewusst und stark zu sein. Noch dazu sind Schuhe das ALLERWICHTIGSTE auf der Welt - aber bitte keine billigen Treter, sondern nur teure Designer-Schuhe mit hohem Absatz.

Massenhaft Frauen haben ihre BHs verbrannt um für ein anderes Frauenbild zu kämpfen, was hier mit einem Schlag zerstört wird.

Insgesamt ließ sich das Buch recht flüssig lesen und ich hatte es schnell durch.
Was mich allerdings extrem gestört hat war die Tatsache, dass ich (besonders zum Ende hin) massenhaft Rechtschreib- und Grammatikfehler in meinem Buch vorgefunden habe.
Mal waren Buchstaben vertauscht, mal hat ein Wort gefehlt und mal ergab ein Satz überhaupt keinen Sinn.
So etwas wird doch überprüft bevor es in den Druck geht?!
Natürlich kann so was mal passieren und ich mach da auch kein Drama drum, aber in diesem Exemplar war es wirklich mehr als auffällig und massiv!

Zitate / Textstellen

 
Ich wusste es! Mein Stiefmonster. Das Miststück wollte mich in ihren ausrangierten Schuhen begraben! Das ärgerte mich mehr als die Tatsache, dass ich unter den Blicken meiner Katze in einen Baum katapultiert worden war.
(Seite 24)

"Wie bereits die Hunde", sagte sie mit einem Lächeln, "weiß ich, dass Ihr es nicht ernst meint. Soll ich Euch die Stufen hochtragen, Majestät?"
"Nur wenn du meinen Fuß in deinem Arsch spüren willst", warnte ich sie.
(Seite 165)

"Elizabeth."
"Was?"
"Wir haben gerade darüber gesprochen, warum du letzte Nacht nicht verbrannt bist. Versuche doch wenigstens, dich zu konzentrieren."
"Und du beruhige dich, bevor dich der Schlag trifft. Was ist schon Großes passiert? [...]"
(Seite 215)

Fazit

 

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch vielen Frauen gefällt und es diese Damen auch zum Lachen bringt - mich hat es leider nicht begeistert und ich werde diese Reihe definitiv nicht fortsetzen (auch wenn ich Sinclair echt gut finde^^).
Empfehlen würde ich persönlich dieses Buch eigentlich niemandem, da es mich nicht überzeugt hat.
Aber das ist eben nur meine Meinung ;-)

Bewertung

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen